Freitag, 29. Mai 2015

Delizio Viva B6: (Nicht nur) für echte Kaffeeliebhaber


Delizio verspricht mit ihrem neusten Modell "Viva B6" eine Weltneuheit, welche den Kaffee- und Teegenuss verbessern soll. Grund genug für mich, das Gerät zu testen.

Herkömmliche Kapsel-Kaffeemaschinen haben einen Nachteil: Das Wasser fliesst durch die Kapsel, ungeachtet der darin enthaltenen Kaffeesorte. Espresso und Lungo sollten aber nicht gleich zubereitet werden.
In der Viva B6 ist nun eine Automatik verbaut, welche zuerst die Kapsel mit Wasser füllt, und erst wenn das mittlerweile nasse Pulver die richtige Konsistenz hat, pumpt sie das restliche Wasser durch.


Perfekter Geschmack dank individueller Zubereitung
Dank dieser Technologie wird der Kaffeegeschmack deutlich verbessert. Egal ob Espresso, Ristretto oder Lungo: Der Kaffee wird immer optimal zubereitet. Dank 16 verschiedenen Kaffeesorten, zum Teil auch aromatisiert, findet jede und jeder seinen Lieblingskaffee. Kaffee und Tee haben die Zertifizierung von Max Havelaar und von UTZ.

Auch für Teeliebhaber
Delizio bietet, neben Kaffee, auch 5 Teesorten in Kapseln an, welche mit der Viva B6 zubereitet werden können. Je nach Teesorte passt die Maschine die Wassertemperatur an (85° oder 89°C). Im Gegensatz zum grossen Konkurrenten im Bereich Kapselkaffee, braucht man für die Kaffee- und die Teezubereitung also nur eine einzige Maschine. Damit der Tee nicht nach Kaffee schmeckt, wird die Maschine vor der Tee-Zubereitung einfach per Tastenduck gespült. Einziger Nachteil: Wer einen anderen Tee geniessen möchte als in Kapseln angeboten wird, muss ihn auf dem Herd zubereiten. Eine Heisswasserdüse fehlt.

Kompaktes Design und einfache Bedienung
Das Design spricht an. Die schlichte, quaderförmige Form macht überall eine gute Figur. Erhältlich ist das Gerät in vier trendigen Farben ("Volcano Black", "Smokey White", "Strong Petrol" und "India Yello"). Die Viva B6 ist sehr kompakt und beansprucht nur wenig Platz. Die kompakte Bauweise bedingt aber auch, dass der Wasserbehälter mit 800ml eher knapp bemessen ist. Bedient wird die Maschine über 6 Tasten. Die Symbole sind klar und selbsterklärend. Die Aufwärmzeit beträgt ca. 15 Sekunden, was sehr schnell ist. Die Viva B6 ist dank niedrigem Stromverbrauch in der Energieklasse A.

Fazit: Sehr empfehlenswert
Der Hersteller verspricht nicht zu viel. Der Geschmack von Kaffee und Tee sind tatsächlich hervoragend.

Pluspunkte:

  • Perfekter Genuss dank neuer Brühtechnik
  • Einfachste Bedienung
  • Sehr schönes, schlichtes Design
  • Platzsparend
  • Zubereitung von Kaffee und Tee mit einer einzigen Maschine möglich
  • Kaffee und Tee sind UTZ- und Max Havelaar-Zertifiziert
  • Stromsparend (Energieklasse A)

Kleine Schwächen:

  • Wassertank eher knapp bemessen (800ml)
  • Eine Heisswasserdüse wäre schön

Fazit: Ich kann die Delizio Viva B6 ohne Bedenken empfehlen.

Bezug und Link zum Hersteller:
Erhältlich bei Migros (grössere Filialen), Fust, LeShop und Galaxus
Link zum Hersteller: www.delizio.ch 

Sonntag, 22. Februar 2015

Werken mit dem Taschenmesser: Das Buch zum Messer


Mit dem Buch "Werken mit dem Taschenmesser" hat Felix Immler ein Standardwerk zur Arbeit mit dem Sackmesser geschaffen. Auf knapp 200 Seiten findet man wertvolle Hinweise zur Handhabung des Messers und zur Sicherheit bei der Arbeit, sowie mehr als 20 detaillierte Schnitzanleitungen. Meine Empfehlung für alle, die mit ihren Kindern ab und zu oder regelmässig im Wald sind.

Klangtest
Safety first! - Das gilt auch bei der Arbeit mit dem Taschenmesser. Felix Immler widmet diesem Thema deshalb grosse Beachtung. Mit einprägsamen Slogans wie "Wer schnitzt, sitzt!" gibt er Sicherheitsregeln kindgerecht weiter. Er erklärt auch, wie das Messer korrekt geöffnet und vor allem wieder geschlossen wird, um Verletzungen zu vermeiden.

Sehr wertvoll auch der Grundlagenteil. Wie setze ich die verschiedenen Klingen genau ein, wie spalte ich einen Ast oder wie spitze ich einen Stecken richtig zu? - Ich empfehle, diesen Teil in Ruhe durchzulesen, bevor man mit den Kids ins Unterholz zieht.

Wenns kompliziert wird: Unterstützung durch Erwachsener
Am Beispiel von 26 Schnitzanleitungen zeigt Immler, wie man das theoretische Wissen nun umsetzen kann. Die einfachsten Modelle lassen sich mit dem Kindertaschenmesser (mit Säge) von Victorinox basteln, für andere braucht es eine Ahle oder eine spitze Klinge, aber dafür hat ja Papa sein Taschenmesser dabei. Oder man ist bereits gross genug und hat sein eigenes "richtiges" Messer. Die Anleitungen sind sehr schön mit Fotos illustriert, so dass auch ich als handwerklich bestenfalls durchschnittlich Begabter jeden Schritt nachvollziehen konnte.

Ich persönlich bin begeistert von diesem Buch. Es liefert Ideen, die zum Beispiel während der Mittagspause einer Wanderung umgesetzt werden können. Oder man ist motiviert, an einem Sonntag einfach mal in den Wald zu gehen und zu schnitzen. Ein Low-Budget-Nachmittag mit grösstmöglichem Erlebnisfaktor!

Das Buch eignet sich für Eltern, Lehrkräfte, Leiter von Jugendgruppen und alle, die gerne mit Kindern im Freien sind.

Angaben zum Buch:
Immler Felix, Werken mit dem Taschenmesser
198 Seiten, gebunden
AT Verlag
ISBN 978-3-03800-665-7
Homepage des Verlags

Links zum Buch:
Homepage des Autors
Der Autor auf Youtube

Weitere Titel aus der Reihe:
Immler Felix, Werken mit dem Taschenmesser, 15 Anleitungen (Link)
Immler Felix, Outdoor mit dem Taschenmesser (Link)


Dienstag, 26. August 2014

Wenn der Schuh drückt: Die richtige Grösse bei Kinderschuhen

© disegno / pixelio.de
Laut Schweizer Radio SRF tragen zwei Drittel der Kinder zu kleine Schuhe. Wie erkennt man, ob der Schuh noch Luft hat, oder ob auf die nächste Grösse umgestiegen werden muss?

Innensohle verrät Grösse
Häufig sieht man Eltern, wie sie den Schuh umdrehen und die Schuhsohle an den Kinderfuss halten. So soll abgeschätzt werden, ob der Schuh passen könnte. Genauer ist es, wenn du die Innensohle herausnimmst, auf den Boden legst und sich das Kind draufstellt. Der Schuh ist innen nämlich genauso gross wie die Innensohle, also siehst du ziemlich exakt, wie viel Platz noch ist (oder eben nicht).

Je nach Quelle müssen vorne 6-17 Millimeter Platz sein, das ist etwa die Fingerbreite eines Erwachsenen.

Kauf nur nach Anprobe
Wenn du im Fachgeschäft einkaufst, lässt du die Fussgrösse am besten vom Verkaufspersonal ausmessen. Ich kaufe nie Schuhe, ohne dass das Kind dabei ist. Die Grösse (sprich: Länge) alleine macht es ja nicht aus, ob ein Schuh bequem ist. Auch Breite und Risthöhe müssen stimmen. Kommt dazu, dass die Schuhgrössen nicht europaweit genormt sind. Eine 31 ist je nach Hersteller unterschiedlich gross.

Kind reklamiert zu spät
Das Kind merkt selber übrigens erst sehr spät, wenn der Schuh zu klein ist. Die weichen Kinderfüsse finden nämlich auch in zu kleinen Schuhen Platz. Die Kinder ziehen einfach die Zehen an. Ob zu kleine Schuhe die Kinderfüsse nachhaltig schädigen, ist umstritten. Viele Quellen stellen einen Zusammenhang her, es gibt aber auch namhafte Orthopäden, die diesen verneinen. So oder so sind zu kleine Schuhe unbequem und müssen ersetzt werden.
Das Gesündeste ist übrigens das Barfussgehen. Lasst die Kids deshalb oft mit nackten Füssen herumtollen.

Hausschuhe in Kindergarten oder Schule nicht vergessen
Denkt auch an die Hausschuhe, die der Nachwuchs im Kindergarten oder der Schule hat. Laut einer Untersuchung in Kindergärten tragen 80% der Kinder zu kleine Hausschuhe. Der Grund ist einfach: Ihr gebt die Hausschuhe den Kindern am Anfang des Schuljahres mit und denkt schlicht nicht mehr dran, diese regelmässig zu prüfen.

Weitere Informationen zur Schuhgrösse bei Kinderschuhen findet ihr hier:
"Kinderschuhe: Zwei Drittel sind zu klein", SRF [ klick ]
"Damit der kleine Schuh nicht drückt", inkl. Merkblatt, SRF [ klick ]
"Füsse richtig messen - Kinderschuhe richtig auswählen, Kinderfuss Zentrum Erlangen [ klick ]

Mittwoch, 20. August 2014

Taschenmesser: Ab welchem Alter geeignet?

Drei meiner Tschenmesser 

Bei uns heisst es: „En richtige Bueb hät es Sackmässer im Sack“ (Ein richtiger Junge hat ein Taschenmesser dabei). Das gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für die „grossen Jungs“, also uns Männer. Die Frage, die sich den Eltern stellt, ist nur, ab welchem Alter ein Messer vertretbar ist. Ich meine, ab 6-7 Jahren kann das Kind unter Aufsicht damit arbeiten.

Das erste eigene Taschenmesser ist für ein Kind ein Ereignis. Die meisten können sich noch genau an den Moment erinnern, als sie ihr erstes eigenes Messer geschenkt bekommen haben. Meistens durfte man vorher ja schon Papas Messer benutzen und lernte so den Umgang: beim Picknick die Würste einschneiden, im Garten einen Rettich in mundgerechte Stücke schneiden oder auf der Wanderung einen Wanderstab verzieren. Aber das erste EIGENE Sackmesser…!

Schulung am Messer schon im Kindergarten
Unsere Kinder bereiten im Kindergarten regelmässig kleine Mahlzeiten zu und halten somit bereits im Alter von 4-5 Jahren ein Rüstmesser in der Hand. Bei den handelsüblichen Messern wurde einfach die Spitze rundgeschliffen, damit keine Stichverletzungen möglich sind. Auch zu Hause helfen sie in der Küche und schnippeln Gemüse mit Messern mit normaler Spitze. Sie lernen den Umgang mit Messern also schon recht früh.

Taschenmesser erfordert mehr Fertigkeiten
Nun wird ein Taschenmesser nicht im geschützten Rahmen einer Kindergartenküche oder eines Küchentisches benutzt, sondern im Freien. Da gibt es selten Tische und Stühle, sondern man setzt sich auf den nächsten Stein. Die Anforderungen an das Handling sind deshalb grösser und entsprechend die Altersgrenze etwas höher. Ich persönlich empfehle für Taschenmesser deshalb eine Altersgrenze von 6-7 Jahren. Ihr kennt euer Kind und könnt diese Empfehlung entsprechend anpassen. Klar ist, dass das Kind das Messer in diesem Alter nur dann hervornehmen darf, wenn es beaufsichtigt ist.

"Aber das ist doch gefährlich!"
Kindermesser von Victorinox
Im Umgang mit Gefahren habe ich eine klare Haltung: Gefährlich wird es dann, wenn das Kind heimlich etwas probiert. Das gilt für Messer, Feuer, usw.: Heimlich ist gefährlich. Wenn es aber den richtigen Umgang lernt, kann es altersgerecht und unter Aufsicht damit umgehen. Die Schweizer Taschenmesserhersteller Victorinox und Wenger bieten zudem spezielle Kinder-Taschenmesser an, bei welchen die Klingenspitze abgerundet ist. Stichverletzungen sind so ausgeschlossen.

Welche Tools braucht ein Kind am Messer?
Als Regel gilt: Je jünger das Kind, desto weniger Klingen hat das Messer. Dies aus zwei Gründen:
  • Je weniger Klingen, desto schmaler der Griff und desto besser liegt es in der Kinderhand
  • Je weniger Klingen, desto leichter ist es und desto einfacher ist die Arbeit damit
  • Ein Tool mit 12, 15 oder 20 Funktionen kann ein junges Kind überfordern

Meiner Erfahrung nach benutzt ein junges Kind nur die Klinge und die Säge. Das erste Messer meiner Kids ist deshalb das „My first Victorinox“, Version mit Säge (eine Klinge mit abgerundeter Spitze, Säge, Schraubendreher/Dosenöffner/Kapselheber, Zahnstocher und Pinzette). Das reicht völlig. Wenn das Kind älter wird, darf das Messer natürlich grösser sein und eine spitze Klinge haben.

Vorsicht vor Billigware
Bitte kauft keine billige Ware, die kann gefährlich sein. Ich habe an einem Grillplatz beobachtet, wie ein Taschenmesser aus Fernost während des Anspitzens eines Holzspiesses in seine Einzelteile zerfiel. Zum Glück wurde niemand ernsthaft verletzt, aber das hätte ins Auge gehen können. Markenware ist vielleicht etwas teurer, hält aber buchstäblich ein Leben lang (je nach Hersteller mit lebenslanger Garantie).

Ich persönlich kaufe Taschenmesser zudem nicht im Warenhaus, sondern im Messer-Fachgeschäft. Dort ist das Messer nämlich nicht teurer, aber die Beratung ist besser und bei einigen Geschäften ist im Kaufpreis sogar die Gravur inbegriffen (mein persönlicher Favorit und Insider-Tipp: Cozzio Messerschmied in Gossau SG). So erhalten meine Jungs immer Messer mit eingraviertem Namen.

Ein Taschenmesser macht Spass
Mit dem Taschenmesser kann man sehr viel Spass haben. Vor allem Schnitzereien stehen bei den Kindern ganz zuoberst. Beim Picknick im Wald entsteht so vielleicht ein Holztierchen oder eine Flöte, am Wasser ein Schiff. Klar, dass Papa oder Mama bei gewissen Arbeitsschritten hilft oder auch mal das „Erwachsenenmesser“ mit spitziger Klinge und Ahle zum Einsatz kommt. - Und wenn das Kind sauber angeleitet wird und unter Aufsicht werkelt, ist ein Messer nicht gefährlicher als der Kletterturm auf dem Spielplatz.

Nachtrag 
Ich habe soeben das Buch Werken mit dem Taschenmesser (Felix Immler) erhalten. Herzlichen Dank an den Verlag! 
Ich habe es für euch gelesen und mit den Kids zusammen das eine oder andere ausprobiert. Die Buchbesprechung findet ihr hier [ klick ]

Freitag, 25. Juli 2014

Testbericht: Braun Multiquick 7 MQ 745 Aperitiv

Viel Kraft, schönes Design. Braun Multiquick 7 MQ 745 Aperitiv
Seit einem Monat teste ich den Braun Multiquick 7 MQ745 Aperitif, kurz: MQ745, auf Herz und Nieren. Der erste Eindruck hat nicht getäuscht: Das kraftvolle Multitalent hat mich restlos überzeugt. Er ist vielseitig einsetzbar und zeigt fast keine Schwächen.

Kraftvoll und schön
Bereits im ersten Testbericht habe ich auf das umfangreiche Zubehör hingewiesen. Inzwischen habe ich mit allen Teilen gearbeitet.
Der ergonomisch geformte Griff liegt sehr gut in der Hand und ist sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder geeignet. Die Powertaste erlaubt ein stufenloses Dosieren der Geschwindigkeit, so dass man die geballte Kraft des MQ745 sehr gut im Griff hat. 
Der Pürierstab aus Edelstahl ist hochwertig und sauber verarbeitet und macht schon beim Anfassen klar, dass er mit der Power des 750W-Motors klar kommt.
Die anderen Zubehörteile enthalten sehr viel Kunststoff. Sie sind entsprechend leicht und machen im ersten Moment einen eher fragilen Eindruck. Schon beim ersten Einsatz werden diese Bedenken aber zerstreut. Braun hat es offensichtlich geschafft, leichtes, aber dennoch sehr strapazierfähiges Zubehör zu designen.

Zwei Wünsche...
An dieser Stelle hätte ich trotzdem zwei Wünsche:

  • Für die Lagerung der Messer kann eine Schutzkappe über die Klingen gestülpt werden. Beim Messerschutz für das grosse Messer hätte ich mir stabileres Material gewünscht. Während das Messer des kleinen Zerkleinerers (für Kräuter und Nusskerne) einen stabilen Messerschutz hat, bekam das Messer des grossen Zerkleinerers nur einen relativ dünnen Plastikschutz. Das hat aber nichts mit der Funktionalität zu tun des Geräts zu tun.
  • Metallene Löffel können auf den transparenten Gefässen feine Kratzspuren hinterlassen. Hier wäre ein klarer Hinweis angebracht, dass nur Kunststofflöffel verwendet werden sollten.


Praxistest mit Bravour bestanden
Das knapp gehaltene Manual zeigt, dass das Gerät ohne langes Studieren einer Anleitung sofort einsatzbereit ist. Die Zubehörteile lassen sich mit einem Klick auf den Griff aufsetzen und ebenso schnell wieder abnehmen.
Den Alltagstest besteht der MQ 745 mit Bravour. Er ist sehr schnell einsatzbereit und lässt sich anschliessend sehr einfach reinigen. Zudem hat er, gemessen an vergleichbaren Geräten, einen sehr starken Motor, welcher auch mit gefrorenen Früchten klar kommt. Und spätestens, wenn du zum ersten Mal Eiswürfel in Crushed Ice verwandelst, weisst du: Dieses Gerät müsste eigentlich im Baumarkt, und nicht im Geschäft für Haushaltartikel verkauft werden ;-)

Fazit
Mit dem Multiquick 7 MQ745 Aperitif ist Braun ein guter Wurf gelungen. Er vereint verschiedene Werkzeuge, die das Kochen erleichtern. Somit ist der MQ745 geeignet für die Ersteinrichtung einer Küche (z.B. als ideales Geschenk von Mutti), als auch für Köche, die gerne mit frischen Zutaten arbeiten, ohne dafür zu viel Zeit aufwenden zu wollen. – Und das Mixen von Smoothies und Joghurtdrinks macht einfach endlos Spass.

Pluspunkte:

  • Starker Motor
  • Sehr viel Zubehör
  • Vielseitig einsetzbar
  • Leicht zu bedienen
  • Leicht zu reinigen (bis auf den Griff und die Getriebe ist alles Spülmaschinentauglich)
  • Preis-/Leistung stimmt


Kleine Schwächen:

  • Messerschutz (Schutzkappe) des grossen Messers könnte stabiler sein
  • Transparente Gefässe sollten nur mit Kunststofflöffeln berührt werden
  • Die Schwächen haben aber keinerlei Einfluss auf die Funktionalität des Geräts. 


Von mir gibt es deshalb eine klare Kaufempfehlung.

Links:

Freitag, 11. Juli 2014

Test: Braun Multiquick 7 MQ745 Aperitive

Braun Multiquick 7 MQ745 Aperitiv mit viel Zubehör
Seit einer Woche steht der Braun Multiquick 7 MQ745 Aperitive, kurz: MQ745, in meiner Küche. Er ist ein kraftvolles Multitalent, welches (fast) alles kann. Ein erster Eindruck nach einer Woche.

Offenlegung der Interessen: Der MQ745 wurde mir für eine einmonatige Testzeit zur Verfügung gestellt. Ich habe mich verpflichtet, sowohl öffentlich als auch gegenüber dem Hersteller ehrliche Berichte zu schreiben. Enttäuschte Kunden, die falsche Erwartungen an das Produkt haben, sind nicht im Interesse des Herstellers. 

Eine Küchenmaschine muss bei mir drei Hauptkriterien erfüllen: Vielseitig einsetzbar, schnell einsatzbereit und einfach in der Reinigung. Schauen wir uns diese Punkte also an:

Kriterium 1: Vielseitig einsetzbar
Der MQ745 wird mit umfangreichem Zubehör geliefert und wird so zum Multitalent:

  • Griff mit 750W-Motor
  • grosser Zerkleinerer mit Messer und Eis-Crusher
  • kleiner Zerkleinerer mit Messer
  • Pürierstab
  • Schneebesen
  • Mixerbecker

Stufenlose Kraftdosierung mit einer Taste
Der Motor ist mit seinen 750 Watt Leistung, im Vergleich zu anderen Stabmixern, sehr stark. Damit man diese Kraft im Griff hat, hat Braun mit der "Smart-Speed-Technologie" eine sehr gute Lösung gefunden: Mit einer Taste am Griff lässt sich der Motor stufenlos regulieren. Das ist am Anfang etwas ungewohnt, aber das legt sich schnell.

Mit dem mitgelieferten Zubehör lässt sich praktisch alles hacken, pürieren und mixen. Egal, ob Fruchtdrink, Smoothie, Milkshakes, Pesto, Dip oder Suppe, der MQ745 kommt damit klar. Sogar Eiswürfel lassen sich in kürzeter Zeit crushen.

Kriterium 2: Schnell einsatzbereit
Ein Gerät, das man zuerst mühsam zusammensetzen muss, bevor man es brauchen kann, kann ich in meiner Küche nicht brauchen. Ich bin schlicht zu faul. Wenn ich abends nach der Arbeit nach Hause komme und für die Familie kochen soll, muss es schnell gehen, obwohl (oder gerade weil) ich fast ausschliesslich frische Zutaten verarbeite. Oder wenn ich für einen Grillabend neben der Marinade und den Salaten verschiedene Dips und einen Nachtisch vorbereiten muss, müssen mir die Geräte Arbeit abnehmen, nicht die Arbeit erschweren. 


Mise en Place: Jetzt die Früchte pürieren, dann das Zubehör
mit einem Klick wechseln und den Rahm schlagen
Hier punktet der MQ745. Der Zerkleinerer schluckt auch grosse Gemüse- und Fruchtteile. Gemüse und Früchte müssen also nur so stark zerkleinert werden, dass sie in den Mixbecher passen, den Rest übernimmt das Gerät.
Der Wechsel des Zubehörs geht ebenfalls sehr einfach: Ein Druck beidseits des Griffs, und das Zubehör kann abgenommen werden.

Einziger Bereich, wo der MQ745 langsamer ist als mein altes Handrührgerät, ist das Schlagen von Rahm und Eiweiss. Hier ist der gute alte Mixer mit zwei gegenläufigen Schneebesen schneller als der MQ745 mit nur einem Schneebesen. 

Kriterium 3: Einfache Reinigung
Auch diese Bedingung erfüllt der MQ745. Die Teile sind so gestaltet, dass sie sich locker abspülen lassen. Keine fiesen Ecken und Kanten, in denen sich Reste verstecken könnten. Wer nicht von Hand abwaschen mag, kann alle Teile (ausser dem Griff und den Getrieben) in den Geschirrspüler geben. Ich habe das selber allerdings nicht getestet.

Fazit nach einer Woche
Nach einer Woche Testbetrieb überzeugt mich der Braun Multiquick 7 MQ745 Aperitive sehr. Er ist mit seinem umfangreichen Zubehör ein kraftvolles Multitalent. Der Griff mit dem Motor liegt sehr gut in der Hand. Sehr gelungen ist die „Smart-Speed-Technologie“, dank der man die Geschwindigkeit des Messers mit der Taste am Griff stufenlos regulieren kann. Je mehr man drückt, desto schneller dreht das Messer.

Ich teste das Gerät weiter und verfasse gegen Ende Monat einen Schlussbericht. Fragen dürfen gerne als Kommentar gestellt werden. 

Nachtrag: Den zweiten Testbericht findest du hier

Link zum Hersteller

Mittwoch, 25. Juni 2014

Ertrinken: Zweithäufigste unfallbedingte Todesursache bei Kinder

© 110stefan / pixelio.de
Kaum zu glauben: Ertrinken ist die zweithäufigste unfallbedingte Todesursache bei Kindern von 0-9 Jahren. Wir Eltern könnten laut Schätzung des Bundesamtes für Unfallverhütung (bfu) 90% dieser Unfälle verhindern.

Aufsicht ist das wichtigste
Das wichtigste ist eine permanente Aufsicht. Je jünger das Kind, desto näher musst du sein
  • Kinder bis etwa 3 Jahre müssen in Griffnähe sein.
  • Kinder von 3-9 Jahre müssen in Sichweite sein.
Niedrigwasser ist übrigens genau so gefährlich wie tiefes. Kleine Kinder können sich nicht mehr orientieren, wenn der Kopf unter Wasser ist. Sie wissen ganz einfach nicht, wo oben und unten ist - und tauchen deshalb nicht auf. Für uns unvorstellbar, für Kleinkinder tödlich.

Die permanente Aufsicht ist deshalb auch dann überlebenswichtig, wenn das Kind im Planschbecken sitzt.

Schwimmhilfen begrenzt tauglich
Schwimmhilfen wie aufblasbare "Flügelchen" sind kein Ersatz für die Aufsicht. Sie geben eine gewisse Sicherheit, aber keine absolute. Zudem zeigt ein aktueller Test, dass auch "geprüfte" Schwimmhilfen gravierende Mängel aufweisen können (Link dazu unten).

Absprache nötig
Wenn ihr als Familie ans Wasser fahrt oder im Garten das Planschbecken aufstellt, sprechen sich die Erwachsenen ab, wer die Kinder beobachtet und wer sich dem Buch oder dem Sonnenbad widmen darf. "Ich habe gedacht, dass du schaust" ist in dieser Situation keine gute Ausrede.

Es ist nicht schwierig, Ertrinkungsunfälle bei Kindern zu vermeiden. Aber man muss eine gewisse Disziplin an den Tag legen.

Weiterführende Links:
Die 6 Baderegeln der SLRG [klick]
Die Website der SLRG [klick]
Schwimmhilfen-Test der Sendung Kassensturs (SRF) [klick]
Wasser-Sicherheits-Check für Kinder des bfu [klick]